Definitionen
Unrichtigkeit der Beurkundung
§ 348 StGB · StrafrechtEine Beurkundung ist unrichtig, wenn ihr Inhalt nicht mit dem tatsächlichen Geschehen oder der wirklichen Erklärung der Beteiligten übereinstimmt, d.h. wenn das beurkundete Geschehen oder die beurkundete Erklärung so nicht stattgefunden hat oder nicht so abgegeben wurde. Dabei muss die betroffene Tatsache von der besonderen Beweiskraft der öffentlichen Urkunde erfasst sein.
Entscheidend ist, ob die mit besonderer Beweiskraft festgehaltene Tatsache wirklich so vorliegt.
Fälle zum Selbstprüfen
Entscheide zuerst selbst. Danach siehst du die Prüfung an der Definition.
Mila kommt am 7. März 2026 zur Welt. Die zuständige Standesbeamtin stellt eine Geburtsurkunde aus, in der als Geburtstag der 8. März 2026 steht.
Trifft „Unrichtigkeit der Beurkundung“ hier zu?
An der Definition geprüft
- 1erfülltAbweichung von tatsächlichem Geschehen oder wirklicher ErklärungDer angegebene Geburtstag weicht vom tatsächlichen Geburtstag ab.
- 2erfülltBesondere Beweiskraft für die betroffene TatsacheDie besondere Beweiskraft einer Geburtsurkunde erstreckt sich auf den Geburtstag.
Mila kommt am 7. März 2026 zur Welt. 2Die zuständige Standesbeamtin stellt eine Geburtsurkunde aus, in der als Geburtstag der 7. März 2026 steht.
Trifft „Unrichtigkeit der Beurkundung“ hier zu?
An der Definition geprüft
- 1fehltAbweichung von tatsächlichem Geschehen oder wirklicher ErklärungDer angegebene Geburtstag stimmt mit dem tatsächlichen Geburtstag überein.
- 2erfülltBesondere Beweiskraft für die betroffene TatsacheDie besondere Beweiskraft einer Geburtsurkunde erstreckt sich auf den Geburtstag.
Typische Fehler
FehlerEine wahrheitswidrige Erklärung eines Beteiligten wird bereits deshalb als unrichtige Beurkundung behandelt, obwohl die Urkunde die Erklärung korrekt wiedergibt.
RichtigBeweist die Urkunde nur die Abgabe der Erklärung, kommt es auf deren korrekte Wiedergabe an, nicht auf die Wahrheit ihres Inhalts.
In diesen Prüfungsschemata geprüft
1 Schema