Definitionen
Die Stammeinlage ist der Betrag, zu dessen Leistung sich ein Gesellschafter einer GmbH gegenüber der Gesellschaft für einen übernommenen Geschäftsanteil verpflichtet und der dessen Nennbetrag entspricht. Sie muss mindestens einen Euro betragen und auf volle Euro lauten; ihre Höhe ist im Gesellschaftsvertrag festzusetzen.
Die Stammeinlage beschreibt die geschuldete Einlage, nicht nur bereits eingezahltes Geld.
Fälle zum Selbstprüfen
Entscheide zuerst selbst. Danach siehst du die Prüfung an der Definition.
Lea gründet mit anderen eine GmbH mit einem Stammkapital von 25.000 Euro. Sie übernimmt einen Geschäftsanteil mit einem Nennbetrag von 1.000 Euro. Der beim Notar geschlossene Gesellschaftsvertrag verpflichtet sie, für diesen Anteil 1.000 Euro an die GmbH zu zahlen.
Trifft „Stammeinlage“ hier zu?
An der Definition geprüft
- 1erfülltLeistungspflicht für einen GmbH-GeschäftsanteilLea schuldet der GmbH die Zahlung für ihren übernommenen Geschäftsanteil.
- 2erfülltÜbereinstimmung mit dem NennbetragDie geschuldeten 1.000 Euro entsprechen genau dem Nennbetrag des Geschäftsanteils.
- 3erfülltMindestens ein Euro und voller Eurobetrag1.000 Euro sind ein ganzzahliger Eurobetrag oberhalb der Mindesthöhe.
- 4erfülltFestsetzung im GesellschaftsvertragDie Höhe der Leistungspflicht ist im Gesellschaftsvertrag festgelegt.
Lea gründet mit anderen eine GmbH mit einem Stammkapital von 25.000 Euro. Sie übernimmt einen Geschäftsanteil mit einem Nennbetrag von 1.000 Euro. Der beim Notar geschlossene Gesellschaftsvertrag verpflichtet sie, für diesen Anteil insgesamt 1.200 Euro an die GmbH zu zahlen. Davon sollen laut Vertrag 1.000 Euro das Stammkapital und 200 Euro eine zusätzliche Rücklage bilden.
Trifft „Stammeinlage“ hier zu?
An der Definition geprüft
- 1erfülltLeistungspflicht für einen GmbH-GeschäftsanteilDie gesamte Zahlungspflicht von 1.200 Euro besteht gegenüber der GmbH für den übernommenen Anteil.
- 2fehltÜbereinstimmung mit dem NennbetragDie gesamten 1.200 Euro übersteigen den Nennbetrag; nur 1.000 Euro bilden die Stammeinlage.
- 3erfülltMindestens ein Euro und voller EurobetragAuch die betrachteten 1.200 Euro sind ein ganzzahliger Eurobetrag oberhalb der Mindesthöhe.
- 4erfülltFestsetzung im GesellschaftsvertragDie gesamte Zahlungspflicht ist im Gesellschaftsvertrag festgelegt.
Typische Fehler
FehlerFür eine Stammeinlage wird weiterhin ein Mindestbetrag von 100 Euro verlangt.
RichtigEin Euro genügt; der Betrag muss ganzzahlig in Euro festgelegt sein.
FehlerDie Stammeinlage wird zwingend als Bareinzahlung verstanden.
RichtigDie Einlage kann auch durch eine im Gesellschaftsvertrag vereinbarte Sacheinlage erbracht werden.
In diesen Prüfungsschemata geprüft
1 Schema